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Geschichte

1862-1865 - Der 15er-Ausschuss und der Weg zum Werragau

Der Gedanke des Zusammengehörens löste auch in Nordhessen Bestrebungen zum Zusammenschluss aus. Ein in Leipzig gebildeter Ausschuss der deutschen Turnvereine, der für die gemeinsamen Interessen der deutschen Turnerschaft eintreten sollte, hatte eine Einteilung in 15 Turnkreise vorgenommen. Er führte eine erste statistische Erhebung mit dem Stichtag 1. Juli 1862 durch. Dabei wurden 1.284 Turnvereine in Deutschland erfasst. Im Gebiet unseres heutigen Turngaues Werra bestanden zu diesem Zeitpunkt die Vereine Allendorf mit 67, Eschwege mit 151, Wanfried mit 53 und Witzenhausen mit 64 Mitgliedern. Der nordhessische Raum gehörte zum VII. Turnkreis Oberweser, zu dessen Gebiet 31 Turnvereine aus Südhannover, Kurhessen mit einigen Ausnahmen, dem Südharz und die Vereine im Fürstentum Waldeck zählten. Unter ihnen waren 14 Vereine aus dem heutigen Hessen. Ein zu großes Gebiet, was dazu führte, dass sich außerdem noch ein räumlich begrenzter Oberweser-Bezirk mit dem Vorort Münden konstituierte, dem nur wenige Vereine angehörten, unter anderem Witzenhausen, Allendorf und Großalmerode. Direkt im VII. Turnkreis Oberweser verblieben aus unserem heutigen Turnbereich z.B. Sontra, Wanfried und Eschwege. Die Gründung des Oberweser-Bezirkes brachte keine organisatorische Erleichterung, sondern die Gegensätze zum VII. Oberweser Turnkreis haben sich eher verfestigt. Um der Turnerei noch besser dienen zu können, beschloss man daher im Jahre 1865, die Vereine in kleinere Gauverbände einzuteilen. Dieser Beschluss wurde vom Turntag des Oberweser-Bezirksverbandes in Rotenburg an der Fulda, der mit einem Turnfest vom 17. bis 19. Juni 1865 verbunden war, bestätigt. Es wurden sieben Turngaue als Unterverbände gegründet, dabei die kurhessischen Gaue Werra, Nordhessen, Oberfulda und Unterfulda. Das war die Geburtsstunde unseres Werragaues!